Vorsicht, Grenze!

„Ich hasse dich – verlass mich nicht“: Der Klassiker der Borderline-Fachliteratur beschreibt die typische Zerrissenheit der Erkrankten – die Angehörige an die Grenzen des Aushaltbaren bringt. Verursacht werden die starken Emotionen durch das gestörte Selbstbild und einer damit einhergehenden, allumfassenden Angst. Beides setzt das Innere unter permanentem Druck; für psychisch Gesunde ist dieser Zustand kaum vorstellbar.

 

Gefühlsausbruch nicht steuerbar

 

Im Zusammensein mit Nahestehenden (Partner, Freund, Vater, Schwester) kann sich der innerpsychische Orkan verstärken oder beruhigen. Aber ob ein zerstörerischer Tsunami oder ein angenehm laues Lüftchen die Situation bestimmt, ist von den Betroffenen nicht steuerbar (zumindestens nicht ohne therapeutische Lernerfahrungen). Und schon gar nicht von deren Beziehungspersonen.

 

Darum lieben wir einerseits unsere „Bordis“ (wie sie sich selbst nennen) und geben alles, um eine vertrauens- und verständnisvolle Beziehung aufzubauen. Andererseits lieben wir uns auch selbst (oder arbeiten daran) und wollen uns vor den psychischen und oft auch physischen Gewalthandlungen der Erkrankten, deren Manipulationen und Widersprüchlichkeiten schützen. Unsere Selbsthilfegruppe trägt bedeutend dazu bei.

Treffen, Tagungen

Nächste Veranstaltungen:

03. 11. 2020 - 19:00 Uhr
 
10. 11. 2020 - 19:00 Uhr
 
17. 11. 2020 - 19:00 Uhr